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Sichtbarkeit und die Angst, sich zu zeigen

Wie können wir diese Angst überwinden?

Was ist unser Ziel?

Als Selbstständige wollen wir doch alle das Gleiche – mehr Kunden (und damit geht auch mehr Umsatz einher)!

Und nicht nur das: Wir wollen diese Kunden mit dem geringstmöglichen Aufwand gewinnen. Wir wollen auch, dass sie immer wieder zu uns kommen – und wir wollen, dass sie auch ihren Freunden und Verwandten von uns erzählen, damit unser Netzwerk treuer Kunden exponentiell wächst.

Wäre das nicht ein schöner Traum?

Wie kannst du am besten vertrauensvolle Beziehungen zu neuen und wiederkehrenden Kunden aufbauen?

Ich denke, das ist ganz einfach:
Erzähle deine Geschichte! Erzähle sie lautstark, wo und wann immer du kannst.

Zuerst musst du dir aber Zeit dafür nehmen, herauszufinden, wer DU bist, was dir wichtig ist, woran du glaubst, warum du tust, was du tust und was du mit einem Business erreichen willst.

Danach kannst du diese Erkenntnisse, deine Wert und die Geschichten von deinem Unternehmen auf Social Media teilen.

Nichts leichter als das!

Nein, Scherz, das ist nicht so einfach.

Sprechen wir über die Angst

Fangen wir ganz von vorn an. Immer wenn wir etwas neu machen, was wir noch nicht so gut können, haben wir Angst davor Fehler zu machen.

So ist es überall in unserem Leben und auch auf Social Media.

Wir haben oft das Gefühl, nicht ausreichend Bescheid zu wissen, wie man sich in den sozialen Medien verhält, und deshalb haben wir Angst, dass wir einen Fehler machen und alles vermasseln.

Wir haben Angst davor und zögern dadurch sichtbar zu sein – und ich meine WIRKLICH gesehen zu werden.

Weil es kann sehr verletzlich sein, alles aufs Spiel zu setzen und genau das zum Ausdruck zu bringen, was wir sind.

Ich meine – was werden die anderen sagen?

Was, wenn ich das falsch mache?

Werde ich meine Kunden und mein Business verlieren, wenn ich das poste?

Hier geht es um die Angst vor der Sichtbarkeit.

Wieso ist es wichtig, dass wir uns zeigen?

Sichtbarkeit = Erkennbarkeit, Erscheinung, Wahrnehmung, Sehen, Betrachten, Entblössung

Sichtbar zu sein (gesehen zu werden) macht uns nicht immer Spass.
Was soll ich sagen? Ich stehe als Fotograf meist hinter der Kamera, vor der Kamera fühle ich mich wie ein Reh im Scheinwerferlicht.

Aber hier ist die Sache, die wir als Selbstständige lernen müssen:
Sichtbarkeit kann uns einen unglaublichen Mehrwert verschaffen.

Sichtbarkeit führt zu mehr Reichweite, mehr Website-Besuchern, mehr Kunden und schlussendlich zu mehr Geld.
Das ist es dann schlussendlich auch, worum es im Marketing geht. Weswegen denkst du, schieben viele ihr Marketing vor sich her und haben Angst davor, es anzugehen?

Beim Marketing geht es darum, deine Geschichten und deine Person, dein Angebot und deine Werte nach draussen zu tragen und sichtbar zu machen.

Sichtbarkeit macht uns verletzlich und angreifbar. Und zwar fühlen wir uns so unangenehm, dass wir uns oft nicht trauen, uns zu zeigen.

Denk mal darüber nach, wie oft hattest du schon den Finger auf dem «Post»-Button gehalten und dabei praktisch Blut und Wasser geschwitzt, weil du an all die schlimmen Dinge gedacht hast, die man über dich sagen wird, wenn man diesen Beitrag liest?

«Grüezi, Angst.»

Wie häufig ist es schon vorgekommen, dass wir die eine perfekte und kreative Idee hatten, nur um sie schlussendlich dann in unseren Notizen verkümmern zu lassen, weil uns sofort wieder Ausreden eingefallen sind, wie z.B. dass wir keine Zeit haben oder es ohnehin nicht klappen würde, wenn wir es versuchen.

Grüezi noch mal, Angst.

Je häufiger ich mit anderen Selbstständigen über Social Media spreche, umso mehr weiss ich, dass wir offener miteinander über diese Art von Ängsten sprechen und sie loslassen müssen, damit wir die notwendigen Schritte unternehmen können, um sichtbarer zu werden und um unserer Passion nachzugehen.

Was verbirgt sich hinter dieser Angst?

Wenn wir darüber nachdenken, endlich in die Sichtbarkeit zu treten, schiessen uns sofort viele Sätze durch den Kopf, welche unsere Angst Treibstoff geben.

Doch was verbirgt sich wirklich hinter diesen Sätzen? Betrachten wir das Ganze einmal etwas genauer.

Gib es zu, ein paar dieser Sätze hast du bestimmt auch schon gedacht:

  • Es gibt doch schon so viele [BEZEICHNUNG EINFÜGEN]. Die Konkurrenz ist zu gross und alle anderen sind schon viel weiter/besser als ich.
    • Hier geht es darum, dich in den Schatten aller anderen zu stellen.
  • Du bist nicht gut genug.
    • Du machst dich kleiner als du bist.
  • Du wirst nicht sicher sein.
    • Sicherheit, immer wieder ein Thema bei allem im Leben.
  • Du wirst Menschen enttäuschen.
    • Es schmerzt, wenn man die Menschen in unserer Nähe enttäuschen.
  • Die Leute werden hinter deinem Rücken über dich reden.
    • Wir haben Angst davor, was andere über uns denken und urteilen könnten
  • Du wirst immer allein sein.
    • Es kann einsam sein als Selbstständige/r auf Social Media, aber dadurch kannst du auch viele andere Unternehmer kennenlernen.
  • Es wird immer so schwer sein.
    • Wie heisst es doch so schön, es wird nicht leichter, sondern du wirst besser. Und wie sagt man doch so schön, Übung macht den Meister.
  • Du lieferst nicht genug Mehrwert.
    • Wir haben oftmals das Gefühl, dass wir für unseren Preis noch mehr liefern müssen, aber mach dir klar, was du schon alles gibst.
  • Du machst nicht genug.
    • Ich kann doch nicht in die Ferien oder jetzt einfach vor die Glotze sitzen…doch, du kannst.
  • Du bist ein Hochstapler.
    • Oftmals leiden wir bei der Sichtbarkeit zusätzlich noch am Hochstaplersyndrom (Impostor-Syndrome)
  • Ist das eklig, ich sehe hässlich aus.
    • Kein Wunder, dass du nichts posten willst, wenn dein Selbstwertgefühl im Boden versinkt!

Genug negatives, jetzt das Positive

Und hier noch eine gute Nachricht, nach all diesen Sätzen:

Diese Sätze höre ich auch, d.h. deine Ängste sind genau wie die von uns anderen.

Den meisten von uns fällt es nicht leicht, diese Ängste zu bezeichnen oder zuzugeben, deshalb denken wir, dass alle anderen diese Gefühle nicht haben.
Du siehst, ich habe diese Gefühle auch!

Wenn du den Entschluss gefasst hast, deine Ängste zu erkennen und zu beschreiben, nimmst du ihnen ihre Macht und schickst sie dorthin zurück, wo sie hingehören – in dich selbst.

Wenn du stark bist, hast du weniger Angst und bist eher in der Lage, dir zu erlauben, kreativ zu sein (was immer auch bedeutet, zu scheitern – manchmal öffentlich – und dich wieder aufzurichten). DAS ist Mut. Und ich weiss, dass du ihn in dir hast.

Scheitern gehört zum Leben dazu, nur durch Scheitern können wir auch wirklich erfolgreich werden.

Lass uns in Social Media hineinschlittern

Was machen wir mit diesen Ängsten, diesen Schwachstellen und all den komplizierten Fragen, die wir zu sozialen Medien haben? Wie können wir diese Gefühle loslassen und beginnen, die Macht der sozialen Medien zu nutzen?

Ich glaube, der erste Schritt, mit Social Media zu starten ist loszulassen.

Wie denken wir über die sozialen Medien?

Was, wenn wir anfangen, Social Media auf eine andere Art zu betrachten, als nur mit der Vergleichsbrille.
Sondern wenn du es als (Panini) Sammelalbum betrachten würdest?

Indem es nur darum geht, Fotos, Zitate, Artikel, Videos zu sammeln und auf deinem Profil einzukleben. Inhalte, welche deine Entwicklung zeigen und deine Geschichte erzählen.

Stell dir vor, dein idealer Kunde kommt durch deine (Social Media) Tür und das Erste, was er sieht, ist dein digitales Sammelalbum des Lebens deines Unternehmens, deiner Inspiration und deiner Geschichte. Er blättert durch die Seiten, sieht die Gemeinsamkeiten und ist fasziniert, aus wie vielen einzelnen Momenten sich deine Geschichte zusammensetzt.

Denkst du, damit kann man Vertrauen schaffen?

Dein Feed in den sozialen Medien ist dieses Sammelalbum. Dadurch erhalten sie einen Einblick in deine Persönlichkeit, die deines Unternehmens und du erweckst dadurch auch gleich dein Unternehmen zum Leben.

Woher weisst du jetzt, was du in dieses Sammelalbum kleben solltest und wie erstellst du regelmässig Inhalte?

Bleib dran, auf meinem Blog, um weitere Tipps und Ratschläge zu erhalten.