Bevor wir in den Naukluft Berge Park fahren, machen wir auf dem Neuras Weingut noch einen kurzen Stopp, für eine Käse- und Weinverköstigung.

Dann geht es in den Naukluft Berge Park, gemäss Reiseführer soll auf dem Camping der Platz 10 der schönste sein. Wir haben Glück, er ist noch frei. Es ist der Platz ganz am Ende. Der Campingangestellte warnt uns noch wegen den Pavianen. Anscheinend sollen diese hier ganz frech sein und alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist.

Wir stellen unser Zelt auf und geniessen die warme Luft. In der Nacht kommen die Sterne noch einmal mehr zur Geltung, da wir uns in einem Talkessel befinden und der Mond noch nicht aufgegangen ist. Wirklich unglaublich, wieviele Sterne wir zuhause durch unsere Lichtverschmutzung nicht sehen können. 

Am nächsten Tag entscheiden wir uns für den Waterkluft Trail. Gemäss Beschreibung ist dieser 17 Kilometer lang und man benötigt etwa 7 bis 8 Stunden dafür. 

Er beginnt am Fluss entlang durch den Wald. Wir laufen an natürlichen Pools vorbei, in welchen man baden könnte. Wir folgen stets den gelben Fußabdrücken, welche auf den Steinen aufgemalt sind, um die Richtung des Weges zu kennzeichnen.

Manchmal erweist sich dieses jedoch als schwierig und wir müssen den weiteren Verlauf des Weges suchen. In diesen Bergen gibt es viele Zebras, ausser deren Skelette sehen wir bis jetzt leider keines. 

Im Wasser bemerken wir Frösche, bzw. angehende Frösche. Sie sind gerade in der Verwandlung von Kaulquappe zu Frosch. Wir kommen an dem Schild vorbei, an dem gewarnt wird, dass ab hier das Flussgebiet zu Ende ist. Das stört uns nicht, wir haben unser eigenes Wasser dabei. Aber man merkt, ab hier wird die Landschaft Stück für Stück kahler.

Beim ausgetrockneten Flussbett weiter oben im Tal, machen wir eine Frühstücksrast, denn um früher starten zu können, haben wir dies ausgelassen. Wir hören ein merkwürdiges Wiehern von den Hügeln kommen und fragen uns, ob wohl ein Zebra in eine Spalte gefallen ist. Hochwandern möchten wir da nicht unbedingt, also fliege ich mit der Drohne hoch. Vielleicht erkennen wir ja etwas. Leider nein, ausser angriffslustigen Vögeln, welche um meine Drohne fliegen, sehen wir nichts.

Das Wiehern hat inzwischen aufgehört und wir wandern weiter, wir haben noch ein Stück weg vor uns und die Tage sind nicht die längsten während der Winterzeit in Afrika. Es geht immer höher und höher, bis wir oben auf dem Plateau ankommen. Bald darauf zeigt uns ein Schild an,  dass wir die Hälfte des Weges hinter uns haben. Wir sehen das letzte Stück, welches uns bis nach ganz oben führt. Oben angekommen, geniessen wir eine herrliche Rundumsicht. Wer hätte das gedacht, auf dem anderen Hügel können wir eine Herde Zebras erspähen. Sie haben sogar zwei junge Zebras dabei. Gut hat sich Varenca noch ein Fernglas gekauft, damit können wir die Tiere schön beobachten. Ab jetzt scheint der Weg hauptsächlich bergab zu führen, die Flora nimmt ebenfalls wieder zu. Blumen und Kakteen wechseln sich ab und wir geniessen das mit der Stille abwechselnde schöne Vogelgezwitscher. Doch plötzlich erschreckt uns etwas, es brüllt, kreischt und läuft etwa 10 Meter an uns vorbei. Es ist eine Pavianmutter mit ihrem Jungen und das Männchen läuft gleich hinterher. Als wir uns vom Schock etwas erholt haben, beobachten wir die Tiere und entdecken am Felsen gegenüber weitere Affen. Wir treffen noch auf ein französisches Pärchen, welches wir auf die Paviane aufmerksam machen. Nach ein paar Minuten beobachten, müssen wir feststellen, dass wir das Wanderzeichen nicht mehr finden. Wir machen uns zu viert auf die Suche nach dem Weg. Nach ca. 5 Minuten suchen, entdecken wir die nächste Abzweigung, welche uns mitten durch die Affengesellschaft führt. Diese suchen ziemlich schnell das Weite, als wir uns ihnen nähern. Wir klettern halbwegs den Wanderweg runter und beim zurück schauen, können wir einen richtigen Affenfelsen sehen. In den Löchern sehen wir Affen und alle klettern wild umher. Nach einigen Minuten kommen wir wieder an natürlichen Pools vorbei, jedoch liegen diese schon etwas im Schatten und bis zur Dämmerung ist es auch nicht mehr lange. Wir kommen am Eingang zur 8 Tage Wanderung vorbei, welche man hier ebenfalls machen kann.

Dann ist es soweit, wir sehen unser Camp, wir haben es geschafft. Knapp sieben Stunden und…21 Kilometer? Komisch, meine Uhr denkt wir sind 4 Kilometer weiter gegangen, als die Wegbeschreibung. Kann schon sein, zwischendurch mussten wir doch den Weg wieder suchen und sind dabei vor und zurück gegangen. Letzte Nacht im Camp. Am nächsten Morgen müssen wir nur noch das Camp bezahlen und nach der nächsten Garage, bzw. Tankstelle fragen. Unser rechter Hinterreifen verliert Luft und bevor wir eine Panne haben, lassen wir diesen doch prüfen.


Manuel

Manuel

Ich liebe unsere Erde... Komm raus und entdecke unsere Welt mit mir, sie hat viele wunderschöne und prächtige Sachen zu bieten!

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