Ich nehme alles zurück bezüglich Wind beim letzten Camping. Letzte Nacht hatten wir das Gefühl, unser Zelt fliegt uns um die Ohren. Es regnete und der Wind blies so stark, das wir kaum ein Auge zugekriegt haben. Alles ist feucht und kalt. Also erst Mal unter die warme Dusche hüpfen. Nach der Dusche müssen wir noch unser ganzes Campingmaterial einräumen und das Zelt einpacken. Ich hätte gar nicht erst duschen müssen, ich bin sogleich wieder völlig vom Regen durchnässt.
Bei der Camping-Lobby bestellen wir erst ein Frühstück und wärmen uns etwas auf. Den heutigen Tag werden wir hauptsächlich im Auto verbringen. Die Reise führt uns nach Springbok, besser gesagt in den Goegap National Park. Auf dem Weg lichtet sich der Himmel und die Sonne lässt sich wieder blicken. Im National Park angekommen, fahren wir als erstes die Touristenroute ab. Diese ist für alle Fahrzeugtypen geeignet. Trotzdem stelle ich fest, dass ich mit meinem eignen Auto von Zuhause nicht durchkommen würde.
Auf der Route können wir Oryx Antilopen sehen. Danach hören wir erst nur komische Laute, ich versuche, diese zu imitieren. Es klappt, sie geben mir Antwort. Dann sehen wir sie oben auf dem Hügel: Paviane! Doch anscheinend habe ich etwas falsches gesagt, sie geben mir keine Antwort mehr, da muss ich wohl noch etwas an meinem “pavianisch” üben.
Morgen wagen wir uns dann an die 4×4 Route. Jetzt schlagen wir unser Lager auf, geniessen die letzten Sonnenstrahlen und wärmen uns an ihnen. Wir sehen auch murmeltierähnliche Tiere in der Nähe unseres Lagers, die sehen witzig aber fies aus.
In der Nacht blicken wir in den Sternenhimmel. Es ist weit und breit keine einzige Lichtquelle, die uns die Sicht auf die Sterne verschmutzen könnte. Ich weiss nicht ob ich jemals schon so viele Sterne und die Milchstrasse gesehen habe. Es ist atemberaubend.
Die Nacht wird wieder etwas kühler und Varenca ist erkältet, wenigstens windet es nicht, das macht schon viel aus.
Am nächsten Morgen wachen wir vor Sonnenaufgang auf. Ein guter Zeitpunkt auf einen Hügel zu wandern und zu warten, bis die Sonne sich blicken lässt.
Es ist ein toller Anblick. Das ganze Tal wird Stück für Stück erleuchtet und es wird wärmer und wärmer. Jetzt zurück zum Camp und dann frühstücken. Schliesslich müssen wir für die heutige 4×4 Route gewappnet sein. Es ist für uns beide das erste Mal auf so einer Strecke.
Los gehts!
Auf der normalen Touristenroute biegen wir am Schild ab, wo “4×4 Route” drauf steht. Wir sind gespannt. Zuerst holpert es ein bisschen, aber nicht schlimmer als auf der Touristenroute. Es geht etwas hoch, etwas runter und um Kurven. Dann können wir die nächsten Tiere sehen. Zebras! Wir halten an und steigen aus, um sie in Ruhe zu bestaunen. Es scheint, sie wollen dasselbe mit uns machen. Sie laufen im Kreis um uns herum und kommen dabei immer näher. Aber dann ist es ihnen doch zu viel und sie laufen davon. Das heisst für uns weiterfahren auf der 4×4 Strecke.
Wir fahren in Richtung des Ortes Zebrawater in der Hoffnung, noch mehr dieser schön gezeichneten Tiere zu entdecken. Der Weg wird immer ruppiger und jetzt hat es schon eher was von einer 4×4 Strecke. Wir werden regelrecht durchgerüttelt von der Unebenheit der Strasse und den vielen Steinen. Bei Zebrawater angekommen, ist weit und breit keine Spur von Zebras. Dann eben in die andere Richtung. Dieses Mal fährt Varenca. Diese Strecke ist nicht mehr ganz so holprig wie die vorherige, hat es aber trotzdem in sich. Und schon würgt sie den Motor ab. Berganfahren auf einer Holperpiste ist nicht so einfach wie auf normalen Asphalt. Beim zweiten Mal klappt es. Wir sehen nochmal ein einsames Zebra und eine einsame Oryx Antilope. Beide beäugen uns erst Mal wieder, bevor sie fluchtartig das Weite suchen.
Auf einer Ebene angekommen, parken wir mitten auf dem Weg und geniessen den Ausblick. Hat schon Vorteile wenn fast niemand im Park ist. Man kann sich richtig Zeit lassen.
Wir fahren wieder Richtung Ende der Route und können nochmal unsere Zebraherde von vorhin entdecken. Sie sind wieder ähnlich neugierig, nur dieses Mal rennen sie regelrecht davon, als wir nicht mehr so interessant sind.
WIeder zurück auf dem Camping stellen wir unser Zelt wieder für die Nacht auf und geniessen nochmal die sternenklare Nacht. Einfach unbeschreiblich.
Genug Sterne geguckt, jetzt heisst es ab ins Bett und morgen weiter zum Oranje RIver.


Manuel

Manuel

Ich liebe unsere Erde... Komm raus und entdecke unsere Welt mit mir, sie hat viele wunderschöne und prächtige Sachen zu bieten!

4 Comments

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Grosi · 22. Juni 2018 at 22:06

Ich freue mich, dass Ihr so viel Schönes sehen und erleben dürft. Die Welt ist voll Wunder!

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fiona · 2. Juni 2018 at 21:50

schöne Bilder und noch viel spass
Liebe Grüsse
Fiona & Bianca & Dani
P.S ich freue mich mit dir auf die Rigi zu gehen

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Regi · 30. Mai 2018 at 8:46

Guete Morge mitenand
Wunderschön und ussagekräftig, Foti und Text; i gniesse es grad mit und freu mi uf meh ☺
Take care 😚

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Sibu · 27. Mai 2018 at 21:27

Hoi zäme, hey das gsed jo hammermässig us ond sehr abentürlech, wett am liebschte ou grad bi üch sii. Ech hoffe d’ Vari esch weder fit. Glg ond take care. Sibu&Meck

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